Humanistisches Psychodrama

"Handeln ist heilsamer als (nur zu) reden…" (Jakob Levy Moreno)

 

Psychodrama ist eine sehr wirksame, vielschichtige und "lebendige" Therapie-Methode, welche sowohl tiefenpsychologisch, verhaltenstherapeutisch als auch mit den Theorien der humanistischen Psychologie und der Systemtheorie erklärt werden kann.

 

Das bereits im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts in Wien von J.L Moreno aus dem Steggreiftheater konzipierte Psychodrama ist die erste Form der Gruppen-Psychotherapie. Das psychische Erleben eines Menschen wird beim Psychodrama im therapeutischen Rollenspiel sichtbar und veränderbar gemacht. Ursprünglich war es ein Gegenentwurf zur damaligen Psychoanalyse. Seit dieser Zeit findet es weltweit, vornehmlich in Kliniken, effektive Anwendung.

 

Ich habe eine 8-jährige Ausbildung in humanistischer Psychodramatherapie  bei Prof. H.W.  Gessmann absolviert und profitiere davon heute in vielerlei Hinsicht. Die theorie- und  praxisorientierte Ausbildung ist für mich insbesondere durch den großen Selbsterfahrungsanteil sehr wertvoll gewesen. Die Arbeit mit (belasteten) Menschen erfordert, wie ich finde, unbedingt zunächst die Arbeit an sich selbst und den eigenen Themen. Schon im Zuge der Ausbildung durfte ich mit vielen anderen Menschen und deren Anliegen therapeutisch arbeiten. Die Methoden des humanistischen Psychodramas lassen sich in der Einzeltherapie (in Verbindung mit der Gesprächstherapie und anderen Verfahren)  zur Anwendung bringen.  

 

Prof. H.W. Gespann entwickelte 1980 das humanistische Psychodrama und damit eine Reform des klassischen Psychodramas. Hierbei finden die Erkenntnisse der humanistischen Psychologie Anwendung, bspw. die Arbeit im Hier und Jetzt, Selbstverwirklichung, Akzeptanz, Ressourcenorientierung. 

 

Gruppentherapieangebote sind in der Planung.